Donnerstag, 20. Oktober 2016

Hamburgteile 80A

Als ich in den 1990er Jahren meine „Urhamburgteile“ plante, begann ich an der Horner Rennbahn mit Pentax LX und Seagull Bilder zu machen. Über zwei Jahrzehnte später war ich nun wieder dort. Die Galopprennbahn Hamburg Hornwurde ab 1855 so allmählich erbaut und am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Horn eingemeindet und kam zu Hamburg. Feine Sache, denn Horn heißt „Vorsprung“. Ein bewaldeter Höhenrücken ist auch heute noch auszumachen. Und man begibt sich dann auf die Horner Rampe. Von ihr – dem Brückengipfel sozusagen, blickt man auf die Hammer Landstraße.

Die Nationalsozialisten hatten mit Horn auch allerhandlei Pläne mit Größenwahnanteilen. Hier sollte am östlichen Eingang der Stadt ein Autobahnhof entstehen, quasi der Endpunkt dieser aus Berlin kommenden Reichsautobahn. Davon übrig geblieben, ist der „Horner Kreisel“. Der berühmteste und erstaunlichste Kreisel - der Welt ... und da muss man sich erst einmal trauen ... das zu behaupten. Von hier aus trampten wir früher immer in die Welt, vor dem berühmten imposanten Bundesautobahnschild.

Zum 700 jährigen Bestehen im Jahre 2006 fand ein großes Stadtteilfest mit Guildo Horn statt. Er war dann auch der Erfinder der Hornhocke.

In Horn leben auf knapp 6 Quadratkilometern jede Menge Menschen vorwiegend hinter dem sog. Hamburger Backstein. Der Nachkriegsaufbau  von Horn dauerte bis in die 1960er Jahre. Insgesamt leben in Horn, liegend im Bezirk Mitte über 38 000 Menschen.

Dennoch ist hier nur eine U-Bahnstation nebst einiger Buslinien auszumachen. Es ist die Station „Horner Rennbahn“ der U2, die von Niendorf Nord kommend, über Schlump, Hauptbahnhof Nord, Hammer Kirche, Horner Rennbahn bis nach Mümmelmannsberg führt. Auf fast 25 Kilometer Streckenlänge bietet das bevölkerungsreiche Horn nur eine einzige Etappe.


20. Oktober 2016