Samstag, 26. September 2015

Hamburgteile 64A

Selbst im wirklich ausgesprochen schönen Harvestehude ist es heute mal ganz schön nass bei Regen. Dennoch joggen sie, schnell wie Pfeile, dennoch ist reger Betrieb in den Spezialitätengeschäften und die Schicken und die Klugen und die Guten und die Tenniscracks sind unterwegs. Bunte Regenschirme in Harvestehude. Herwardeshude ursprünglich ein Kloster, daher hier auch der Klosterstern und Frauenthal und ein schöner Eichenpark. Alles beieinander und grün und mitten in der Stadt, Teil der stark frequentierten Stadtteile des Bezirkes Eimsbüttel mit viel Alsterblick.

Bei so viel Regen bin ich zwar nicht zu den Grindelhochhäusern durchgedrungen, aber diese sind eine spätere kleine Ergänzung wert.


19. September 2015



Hamburgteile 63B

Wandsbek 10.9. 2015














Freitag, 11. September 2015

Hamburgteile 63A





Die Stadt Wandsbek mit etwas anderen Grenzen hatte 1908 33 000 Einwohner. Heute hat das Viertel Wandsbek im Bezirk Wandsbek 33 000 Einwohner und liegt sehr fein eingebettet zwischen Dulsberg, Bramfeld, Marienthal, Barmbek Nord und Eilbek. Wandsbek ist so etwas wie an der Grenze liegend. Grenzsteine waren aufzufinden von der ehemaligen Stadt an der Wandse mit einem alten historischen Friedhof, einem Puvogel, der mal Bürgermeister war, dem der Puvogelbrunnen gewidmet wurde. Die Ortsteile Hinschenfelde und Wandsbek Gartenstadt gehören auch zu dem heutigen Wandsbek, welches insgesamt 6 Quadratkilometer groß ist, relativ dicht besiedelt, aber eben diese warme und stimmig grüne Gartenstadt im Norden aufweist.

Die U-Bahnstationen Gartenstadt und Wandsbek Markt liegen auf Wandsbeker Boden. Wandsbeker Chaussee mit S-Bahn Anschluß liegt in Eilbek.

Wandsbek, bevor es zu Hamburg gehörte, war mal dänisch und mal preußisch und hat mit dem Markt ein echtes Zentrum und im Friedrich Ebert Damm interessante Teilindustrie. Mein Vater arbeitete dort sehr lange. Das ehemalige Hamburg 70 hatte unmittelbar vor der Eingliederung 48 000 Einwohner. Der heute aus 18 Stadteilen bestehende Bezirk Wandsbek beherbergt über 400 000 Menschen, mehr als jeder andere Hamburger Bezirk.

Rüdiger Nehberg hatte übrigens in Gartenstadt über 25 Jahre seine große Konditorei geführt, er der größte Abenteurer dieser Stadt.


10. September 2015

Mittwoch, 2. September 2015

Hamburgteile 62A






Eine Straße zieht sich durch Francop. Willkommen im alten Land! Ein Schild unter der Süderelbluft zeugt von Obstplantagen. Um aber dort hin zugelangen muss man durchaus lange fahren mit der S3 bis Neugraben und dann mit einem recht selten verkehrenden Bus, dem 257 der nach York und Cranz führt. Als Fußgänger kann man die Straße nicht verlassen, sich höchstens dem Deich hinwenden und auf ihm wandeln. Aber nach Norden durch die Felder zur Elbe kommt man nicht, ist man in Francop gefangen. Alles Obstplantagen, alles Privatfehde.

Die 700 Leute leben also quasi an der Straße, die im Osten Vierzigstücken heißt, dann Hohenwischer Straße und im Westen Hinterdeich. Die neun Quadratkilometer sind also insgesamt dünn besiedelt, wie man freilich im alten Land im Bezirk Harburg annehmen durfte.

Näch.

Ortsgründer war eine gewisser Franko, die Endung cop soll aus dem Niederländischen kommen. Siedlungsbeamte in der Gegend der Elbmarsch kamen nämlich oft aus den Niederlanden. Es ging damals um die Gründung von Kolonien.

Man gelangt also hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zum nördlich gelegenen Finkenwerder, sondern erst über Neuenfelde und Cranz dorthin, was man durchaus als gediegen bezeichnen kann, sich aber durch den Anbau von Obst im großen Stil erklärt. Erst durch das Großhamburggesetz kam Francop zunächst aus dem Kreis Jork, über den Landkeis Harburg zu Hamburg.

2. September 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Francophttps://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Francop