Sonntag, 11. September 2016

Hamburgteile 13E

Energieberg Georgswerder

Legendär ist der von mir gescheiterte Besteigungsversuch des Energieberges Georgswerder im Januar 2016. Vom 1. April aber bis zum 31. Oktober ist der Berg von 10 – 18 Uhr für den Hamburgteilemann geöffnet.

So ist der 11. September 2016 der Tag des zweiten Besteigungsversuches. Und siehe da – dieser Weg ist nicht ein leichter sein gewesen ist. Aber mit Erfolg beschieden.

In der Infobox betrachte ich einen 13 minütigen Film über die Geschichte der Deponie und noch einen über die Hamburger Müllleute. Alle in Orange. Das tät mich irgendwie stören, oder?

Das Wahrzeichen des Berges ist ein Vierrädriger Windpark, welcher 4000 Haushalte im alten Georgswerder auf der Insel Wilhelmsburg versorgt. Am Südhang ist eine Solaranlage mit einer Fläche von 10 Tausend Quadratmetern installiert.

Der Berg selbst wurde im Zuge der IBA am 24. März 2013 freigegeben. Was in ihm steckt, will nicht jeder so genau wissen. Man spaßt ungerne über Dioxin, oder? Der Horizontweg aus Stahl am Gipfel unter den Windrädern hat die Form einer Niere. Ein Rundweg, der rundweg eine Länge von 900 Metern hat. Man verbaute 250 000 Tonnen Stahl. In der Nacht leuchtet er als Weissband -  Höhenlinie und als neuzeitliche Landmarke der Stadt Hamburg.

Seit 1986 wurde die gefährliche Deponie versiegelt, pö a pö. Früher war das alles Landwirtschaft gewesen, so bis 1930 in etwa. Dann wurde ein Hügel aufgeschüttet, missbraucht als Flakstellung bis 1945. Ab 48 dann diente er als Kriegstrümmersammelplatz. Dann lagerte man Hausmüll ein und hochgiftiger Industriemüll kam ab 1967 dank der Entscheidung des damaligen Senates dazu.

1979 wurde die Deponie stillgelegt. 1983 hatte man im Sickerwasser Dioxine entdeckt, was recht dumm war zunächst. Auch E 605 kam zuweilen dazu. So entschied man sich den Hamburger Müll nach Schönberg in die damalige DDR zu exportieren.

Der Berg aber, wenn man oben da alleine ist, der gibt jede Menge Energie ab.


11. September 2016


Mittwoch, 13. Juli 2016

Hamburgteile 79A

Es ist absolut phantastisch nach Nordersand zu gelangen, so hieß das heutige Steinwerder einst und zwischendurch sprach man das Wärder mit A-Umlaut. Bis nach dem zweiten Weltkriege war das so. Meine Beziehung zu Steinwerder ist geprägt durch die geheime kleine Hafenrundfahrt außerhalb der kommerziellen Anbieter. Die Hadag Fähre E 73 fährt bis zur Argentinienbrücke und zeigt eine Menge Hafen. Dort steigt man aus und ist glücklich. Nur Industriegebiet, nur LKW Lärm, dazwischen Fahrradfahrer und in der Ferne originelle Zwischenblicke zur Köhlbrandbrücke und auf der anderen Seite zum Michel und zur Elbphilharmonie, neuerdings ohne Kräne. Davor die Elbe.

Between Kleiner Grasbrook und Waltershof liegt Steinwerder, gehört zum Bezirk Mitte und der Reiherstieg – ein kanalisierter Elbarm begrenzt die ehemalige Insel auch. Arbeiter nach Blohm und Voss im Gewerbegebiet am Reiherdamm und anderer Firmen können hier Udos Kaffeeklappe für ein interessantes Gespräch aufsuchen. Sie kommen zeitweilig mit der Fähre E 75 oder zu Fuß durch den alten Elbtunnel. Die 75 hält direkt dann am Anleger Steinwerder. Es ist kaum zu glauben, wenn man durch das Gewerbegebiet läuft, dass hier zwischendurch in irgendwelchen Gewerbewohnungen oder was ...  Menschen wohnen. 132 sollen es sein. Davon haben fast alle Olympia verhindert und 2015 die CDU zu 3,2, Prozent und die Linke zu 31,9 Prozent gewählt. Steinwerder gehört zum Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder.

Zwischen Norderelbe und Guanofleet war früher die Stülckenwerft. Hier steht heute das Stage Theater für die Musical „König der Löwen“ und „Das Wunder von Bern“. Es sind zwei getrennte Häuser, die man auch mit Ticket mit direkter Fähre und aber auch der 73er Linie anfahren kann. Durch das Gewerbegebiet auf Steinwerder fahren sparsam die Buslinien 156 und 256.

Der alte Elbtunnel verbindet die Landungsbrücken mit Steinwerder bereits seit 1911. Zur erwähnen ist freilich auch noch der Cruisecenter Steinwerder  am Kronprinzkai von dem aus die AIDAS die Weltwasser bespaßen. Cruise wie Mus.



13. Juli 2016



Hamburgteile 78C

Winterhude 20. Juni 2016














Dienstag, 21. Juni 2016

Hamburgteile 78B

Winterhude ist ein Fast - Quadrat oberhalb der Mitte der Stadt. Es gehört zum Bezirk Nord und umrahmt den bereits besprochenen Stadtpark. Im Westen grenzt die Gummibahn vor allem zu Alsterdorf, im Osten Barmbek Nord in seiner Gänze. Auf 7,6 Quadratkilometern leben über 52 000 Menschen in Winterhude.

Zu Winterhude gehört das schönste Kunstprogramm der Welt auf Kampnagel, die Jarrestadt, die soziale Kurt Schumacher Siedlung ab 1926, übrigens ziemlich vom Kriege später verschont. Das Pergolenviertel, welches neu entsteht, eng und heiß ist und die Bürostadt City Nord, in der sich Hasen verlieren und sich das Genick brechen können. Winterhude ist ein sehr lebendiges, sehr beliebtes Viertel zudem und eine Verlängerung vom feinen Eppendorf und hat einen verkehrsbelebten Marktplatz. Viele Wege führen den Hamburger täglich durch Winterhude.

In den 1970er Jahren gab es im Rondeel 29 die berühmteste deutsche Künstler WG, eine der Geburtsstätten der Hamburger Szene. Hauptmieter war Willem. Um ihn gesellten sich Conny Plank, Udo Lindenberg, Lonzo, Marius Müller Westernhagen, Otto, Gottfried Böttger. Bis zu 14 Bewohner hatte die WG zuweilen.

In der Krochmannstraße gibt es die berühmte Alsterdorfer Sporthalle, heute Sporthalle Hamburg. Hier habe ich viele Konzerte sehen müssen, sie hatte immer eine schlechte Akustik und einen schlechten Mehrzweckbühnen -Draufblick. Angeblich fasst sie bis zu 7000 Zuschauer. In der Erinnerung eine eher unbeliebte Veranstaltungsstätte.





21. Juni 2016



Samstag, 9. April 2016

Hamburgteile 78A





Der Hamburger Stadtpark beherrscht die räumliche Mitte von Winterhude. Sein berühmter Stadtparksee wurde seinerzeit von den Gebrüdern Wolf besungen und die Festwiese ist berüchtigt für Feste aller Art, Freizeitgrillen, Fußballtraining für Amateurligen und erfundene Ligen.

Neben der Trinkhalle und dem Planetarium ist optisch prägend das berühmte Landhaus Walter. Dieses Gebäude überlebte als einziges Haus (erbaut 1912) auf dem Gebiet des Stadtparks den zweiten Weltkrieg. 1914 dann entstand der öffentliche Stadtpark. Er wuchs als Grünausgleich für das sog. Sierische Gehölz und deren Bebauung einer wachsenden Stadt. Einen Stadtpark zu errichten wurde 1901 beschlossen. Fritz Schumacher war einer der prägenden Planer und Bauer des 148 Hektar großen Parks und vom Landhaus Walter,
Heimat des  Downtown Blues Club ebenso.

Neben Rugby, Fußball und Hockeyismus der sportlichen Vereine der Stadt findet man hier auch die sog. Freilichtbühne für Open Air Konzerte im Sommer und dies seit bereits über vierzig Jahren.

Der Stadtpark in Winterhude – Winterhude selbst um den Stadtpark herum folgt - liegt im Bezirk Nord.




https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Stadtpark
9. April 2016

Hamburgteile 64C

Als Nachtrag die Grindelhochhäuser in Harvestehude. Einst im Regen nicht geschafft. Bildmaterial vom 5.4.2015










Hamburgteile 77B

Lokstedt, 22. März 2016